Genealogie – Ahnenforschung im InternetDie Online-Suche nach den eigenen Vorfahren
Ahnenforschung gibt es im Internet auch kostenlos. So bietet der "Verein für Computergenealogie" auf seiner Homepage spezielle Suchmaschinen an.
Ohne Zweifel ist die Suche nach den eigenen Vorfahren im Internet am einfachsten und bringt oft gute Resultate. Doch Vorsicht: Auch hier lauern schwarze Schafe und unseriöse Geschäftemacher, die versuchen, Hobbygenealogen mit kostenpflichtigen Verträgen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wer sind meine Vorfahren?Die Suche nach den eigenen Vorfahren, den Wurzeln der Familie, ist in Deutschland nach Feststellung von Experten wieder stark im Kommen. Die Erforschung des Stammbaums ist längst nicht mehr nur Sache von adligen Familien. Wenn man sich eigenständig auf die Suche nach seine Vorfahren machen möchte, sind die örtlichen Standesämter sowie die Kirchen eine gute erste Anlaufstelle. Hier ist es eine gute Idee, sich im Vorfeld über die Öffnungszeiten zu informieren. Beim Anlegen einer Ahnentafel fängt man am besten bei sich selbst an und zeigt meist nur die direkten Vorfahren auf, also die Eltern, Großeltern, Urgroßeltern. Ein Stammbaum hingegen fängt mit dem frühesten bekannten Vorfahren an und zeigt all dessen Nachkommen mit jeweils Kindern und Kindeskindern auf. Die Ahnentafel reicht von der Gegenwart in die Vergangenheit, während der Stammbaum von der Vergangenheit in die Gegenwart reicht. Es ist wichtig, immer mit bekannten und bestätigten Daten anzufangen. Gerüchte und Erzählungen führen oft auf eine falsche Fährte. Am besten fängt man bei den eigenen Eltern an und listet die vollständigen Vor- und Nachnamen, deren Geburts-, Heirats- und gegebenenfalls Sterbedaten mit den zugehörigen Orten. Darauf aufbauend konzentriert man sich auf die nächste Generationen: die Großeltern, die Urgroßeltern usw. Ahnenforschung im InternetAuch im Internet ist das Interesse an Ahnenforschung sehr groß. Unzählige Webseiten befassen sich mit dem Thema. Dabei gibt es durchaus viele seriöse Internetseiten, die Quellen in digitalisierter Form oder auch sonst interessante Personendaten in Datenbanken aufführen. Auch private Webseiten von passionierten Ahnenforschern über deren Vorfahren sollten nicht außer Acht gelassen werden. Doch oft endet die Suche nach den eigenen Vorfahren in einer Sackgasse, weil Spuren sich verlaufen oder historische Quellen aufgrund altertümlicher Schriftbilder nicht lesbar sind. Hier können professionelle Ahnenforscher tätig werden, die gegen Bezahlung ihre Hilfe anbieten. Die Kosten richten sich nach dem Zeitaufwand für die Forschung. Ahnenforschung im Verein für ComputergenealogieEine gute Anlaufstelle für die Nachforschung im Internet ist der Verein für Computergenealogie. Diese 1989 in Dortmund gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wissenschaft und Forschung in genealogischer und familienkundlicher Hinsicht zu fördern. Auf seinen Internetseiten betreibt der Verein ein Infoportal, genealogische Mailinglisten und diverse Online-Datenbanken sowie weitere genealogische Projekte wie das GenWiki. Mitglieder können über den Verein ihre genealogischen Forschungsergebnisse werbefrei veröffentlichen. Vierteljährlich erscheint die Zeitschrift „Computergenealogie“, jährlich kommt eine CD heraus, deren Bezug im Mitgliedsbeitrag enthalten ist. Der Verein bietet außerdem auf seiner Homepage spezielle Suchmaschinen an. In vielen Datenbanken kann man nachsehen, ob andere Ahnenforscher bereits Informationen über die eigene Familie gesammelt haben. Vorsicht vor Abo- und KostenfallenEinige Anbieter werben im Internet auf ihren Seiten sehr eindringlich mit einer großen Datenbank zur Namens- und Ahnenforschung. Doch wer sich hier mit seinen persönlichen Daten anmeldet und die Geschäftsbedingungen bestätigt, landet in der Abo-Falle. Im schlimmsten Fall hat man ein Jahresabo abgeschlossen, ohne es richtig gemerkt zu haben. Solche Fallen funktionieren immer gleich: Die Hinweise auf die Kosten finden sich im Kleingedruckten irgendwo auf den hinteren Seiten, wo die Gefahr besteht, dass man den Text einfach überliest. Hat man seine persönlichen Daten eingegeben, schnappt die Falle zu. Einige Zeit später kommt per Post die Rechnung. Weigert man sich zu zahlen, wird mit Mahnbescheiden und Vollstreckungsmaßnahmen gedroht. Am besten wendet man sich in diesem Fall rechtzeitig an eine Verbraucherberatungsstelle, um zu prüfen, ob eine Zahlung notwendig ist. Gute Karten haben zum Beispiel Eltern von Jugendlichen. Bei diesen Verträgen können sich die Eltern auf den Minderjährigenschutz berufen und brauchen nicht zu zahlen. Besser ist, man macht sich vorher sachkundig. Zum Thema „Kostenfallen im Internet“ bietet der Bundesverband der Verbraucherzentralen eine kostenlose Broschüre an, die im PDF-Format herunterzuladen ist. FazitAhnenforschung ist recht anstrengend, oft auch frustrierend. Unter Umständen ist man viel unterwegs. Zieht man einen Genealogen hinzu, kann die Angelegenheit auch recht teuer werden. Trotzdem ist es ungeheuer spannend, auf Spurensuche nach den eigenen Vorfahren zu gehen.
Der Artikel Genealogie – Ahnenforschung im Internet in Ahnenforschung (Genealogie) unterliegt dem Urheberrecht. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors. Autor des Artikels Genealogie – Ahnenforschung im Internet ist Peter Klau.
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